Monsieur Santé

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Susanne Steffen Wie viel darf ein Menschenleben kosten?

Der Fall sorgte für Schlagzeilen: Novartis hat ein Medikament gegen die spinale Muskelatrophie (SMA) entwickelt, eine seltene Muskelschwundkrankheit, mit der in der Schweiz pro Jahr etwa zwölf Babys geboren werden. Die Krankheit verunmöglicht es Neugeborenen, Impulse an ihre Muskeln zu senden. In ihrer schlimmsten Ausprägung erleben SMA-Kinder ihren zweiten Geburtstag oft nicht. Das neue Medikament …

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Der Fall sorgte für Schlagzeilen: Novartis hat ein Medikament gegen die spinale Muskelatrophie (SMA) entwickelt, eine seltene Muskelschwundkrankheit, mit der in der Schweiz pro Jahr etwa zwölf Babys geboren werden. Die Krankheit verunmöglicht es Neugeborenen, Impulse an ihre Muskeln zu senden. In ihrer schlimmsten Ausprägung erleben SMA-Kinder ihren zweiten Geburtstag oft nicht. Das neue Medikament soll nun das Leben der betroffenen Kinder massiv verbessern und um bis zu vierzehn Jahre verlängern – mit nur einer einzigen ambulanten Behandlung. Das Problem: Diese eine Behandlung kostet pro Patient rund 4 Millionen Franken.

Dass diese Ankündigung hohe Wellen schlägt, versteht sich von selbst. Mediziner, Zulassungs- und Aufsichtsbehörden aber auch Krankenversicherer, sie alle müssen spätestens jetzt Stellung beziehen, wie mit neuen, enorm teuren Therapiemöglichkeiten im klinischen Alltag umzugehen ist. Und unsere Gesellschaft muss sich indirekt der unbequemen Diskussion stellen, wie viel ein Menschenleben kosten darf. Eine heikle Frage, die infosantésuisse mit Dr. Ruth Baumann-Hölzle erörtert hat. Sie ist Mitbegründerin und Leiterin von «Dialog Ethik», dem unabhängigen, interdisziplinär tätigen Institut für Ethik im Gesundheitswesen der Stiftung Dialog Ethik.

Hier geht es zum Interview mit Ruth Baumann-Hölzle

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