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Susanne Steffen Finanzierung palliative Spitalpflege: Mythen und Fakten

Rund um das Thema kostendeckende Fallpauschalen im Bereich der palliativen Spitalpflege kursieren viele Mythen und wenig Fakten. Tatsache ist: Die Spitäler haben es in der Hand, die Höhe der Fallpauschalen mit lückenlosen Kosten- und Leistungsdaten zu beeinflussen. Aktuell monieren insbesondere die Kliniken mit eigenständiger Palliative-Care-Abteilung, dass die derzeit verrechenbaren Fallpauschalen die Behandlungskosten kaum je decken. …

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Rund um das Thema kostendeckende Fallpauschalen im Bereich der palliativen Spitalpflege kursieren viele Mythen und wenig Fakten. Tatsache ist: Die Spitäler haben es in der Hand, die Höhe der Fallpauschalen mit lückenlosen Kosten- und Leistungsdaten zu beeinflussen.

Aktuell monieren insbesondere die Kliniken mit eigenständiger Palliative-Care-Abteilung, dass die derzeit verrechenbaren Fallpauschalen die Behandlungskosten kaum je decken. Vor allem dann nicht, wenn ein Patient über Wochen oder gar Monate auf intensive palliative akutstationäre Pflege angewiesen ist. Die Rede ist von 5000 Franken und mehr an ungedeckten Behandlungskosten pro Patient, je nachdem, wie lange die Begleitung erfolgt. Beispiele machen die Runde, wonach die Vergütung gemäss DRG in der Palliative Care gerade einmal für eine Aufenthaltsdauer von zwölf Tagen reiche. Bemängelt wird zudem, dass die in der Palliative Care essenziellen Patienten- und Angehörigengespräche, die spirituelle Begleitung der sterbenden Menschen, in keiner Fallpauschale abgebildet seien und entsprechend nicht abgerechnet werden könnten.

Fakt ist: Im heute gültigen DRG-Fallpauschalensystem (Diagnosis Related Groups) lassen sich palliativmedizinische Behandlungen zeitlich unlimitiert abrechnen. Allerdings sind zur Ermittlung des für den Patienten korrekten DRG-Codes alle während einem Spitalaufenthalt durchgeführten Behandlungen und relevanten Diagnosen umfassend zu dokumentieren und zu erfassen. Es liegt somit in der Verantwortung der Spitäler, anhand einer sorgfältigen Kosten- und Leistungsdokumentation die Kosten zu beeinflussen.

Hier geht es zum ausführlichen Bericht

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Susanne Steffen