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Cornelia Meier Spitalvergleiche: Die ANQ-Plattform unter der Lupe

Die Plattform des Nationalen Vereins für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken ANQ zeichnet sich dadurch aus, dass die Qualitätsindikatoren nach wissenschaftlichen Kriterien erfasst und seriös wiedergegeben werden. Aufgrund der hohen Vertrauenswürdigkeit der ANQ-Messungen stützt sich der Spitalfinder auf diese Daten. In punkto Nutzerfreundlichkeit und Darstellung der Qualitätsindikatoren ist der Spitalfinder aber einen Schritt voraus. Der …

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Spitalfinder_Portalvergleich_2_2015-12-02

Die Plattform des Nationalen Vereins für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken ANQ zeichnet sich dadurch aus, dass die Qualitätsindikatoren nach wissenschaftlichen Kriterien erfasst und seriös wiedergegeben werden. Aufgrund der hohen Vertrauenswürdigkeit der ANQ-Messungen stützt sich der Spitalfinder auf diese Daten. In punkto Nutzerfreundlichkeit und Darstellung der Qualitätsindikatoren ist der Spitalfinder aber einen Schritt voraus.

Der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken lässt verschiedene Qualitätsmessungen in Schweizer Akutspitälern durchführen und veröffentlicht diese Qualitätsergebnisse auf seinem mehrsprachigen Onlineportal.

Publiziert werden diverse für die Akutsomatik anerkannte Qualitätsindikatoren wie

  • die Patientenzufriedenheit,
  • eine Elternbefragung zur Zufriedenheit mit der Behandlung ihres Kindes,
  • Wundinfektionsmessungen,
  • die Rate der potentiell vermeidbaren Reoperationen und Rehospitalisationen,
  • die Prävalenzmessung Sturz und Dekubitus,
  • die Prävalenzmessung Dekubitus Kinder sowie,
  • das SIRIS Implantatregister.

Das methodische Vorgehen zur Erfassung der Qualitätsindikatoren wird offengelegt in den Nationalen Vergleichsberichten, die jeweils zusammen mit der entsprechenden Messung publiziert werden. Die Qualitätsmessungen wurden von einer externen Organisation auf ihre Vollständigkeit und Relevanz hin geprüft und aus methodisch-statistischer Sicht validiert.

Die vom ANQ durchgeführten Qualitätsmessungen werden jeweils nach einer Testphase auf Ebene der Einzelspitäler veröffentlicht. Die Erhebung und Publikation der Indikatoren werden erfreulicherweise von allen beteiligten Akteuren, also Kantone, Spitäler und Versicherer mitgetragen.

Die Daten, die durch den ANQ publiziert werden, sind somit transparent, seriös, breit abgestützt und erfüllen wissenschaftliche Standards. Nur:

  • Der Verein ANQ ist nur eingefleischten Qualitätsexperten ein Begriff. Die wenigsten Patienteninnen und Patienten wissen, dass es den ANQ gibt und der Verein Qualitätsmessungen durchführen lässt sowie die Ergebnisse publiziert.
  • Die Messergebnisse auf Spitalebene sind derart versteckt, dass sie für den Nutzer nur schwer auffindbar sind.
  • Die Darstellung der Ergebnisse in Form von Trichter- und Balkendiagramme erfüllt zwar wissenschaftliche Standards, für Laien ist aber diese Publikationsform nur schwer verständlich.
  • Interessiert es den Nutzer, wie ein Spital insgesamt über alle Qualitätsmessungen hinweg abschneidet, müssen die Informationen mühsam einzeln aus den Grafiken herausgesucht werden, um sich ein Gesamtbild zu machen.
  • Möchte man sich zudem noch über die Fallzahlen bei spezifischen Krankheitsbildern informieren, muss man gar zur Webseite des BAG wechseln.

Wie die vergleichende Tabelle zusammenfasst, ist die ANQ-Plattform in punkto Nutzerfreundlichkeit und Überblick über die Daten nicht optimal. Und hier setzt der Spitalfinder an. Er stützt sich auf die Daten des ANQ, kombiniert diese mit den Daten des BAG auf einer einzigen Plattform und verbindet dies mit einem nutzerfreundlichen Design.

Madame Santé ist
Cornelia Meier

Ich bin seit Oktober 2013 im Ressort Projekte und Grundlagen bei santésuisse tätig

Man findet mich auch auf XING.