Monsieur Santé

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Jean-Paul Brönnimann Freude oder Ärgernis – Was ist bei einem Wohnortswechsel zu beachten?

Die Kosten des Gesundheitswesen sind je nach Kanton und Wohnregion (städtisch oder ländlich) unterschiedlich. Je städtischer der Wohnsitz, desto höher die Gesundheitskosten und damit desto höher die Prämien. Diese Tatsache kann bei einem Umzug in einen anderen Kanton zu einer unerfreulichen Überraschung führen. Gemäss den Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zahlen die Einwohner des Kantons Basel-Stadt die höchsten Prämien. Die Durchschnittsprämie beträgt dort für …

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Umzugskartons auf Parkett vor weier Wand mit Schaufel und Besen

Die Kosten des Gesundheitswesen sind je nach Kanton und Wohnregion (städtisch oder ländlich) unterschiedlich. Je städtischer der Wohnsitz, desto höher die Gesundheitskosten und damit desto höher die Prämien. Diese Tatsache kann bei einem Umzug in einen anderen Kanton zu einer unerfreulichen Überraschung führen.

Gemäss den Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zahlen die Einwohner des Kantons Basel-Stadt die höchsten Prämien. Die Durchschnittsprämie beträgt dort für Erwachsene CHF 534.00. Die tiefsten Durchschnittsprämien werden im Kanton Appenzell i/Rh. erhoben (CHF 320.00). Das Bundesamt für Gesundheit veröffentlicht jedes Jahr die durchschnittlichen Prämien pro Kanton in der Grundversicherung. Die vollständige Liste der Durchschnittsprämien sowie Faktenblätter zu den Krankenversicherungsprämien 2015 findest Du auf der Webseite des BAG.

Kantonale und regionale Abstufungen
Gemäss Art. 61 Abs. 2 KVG können die Versicherer die Prämien nach den ausgewiesenen Kostenunterschieden kantonal und regional abstufen. Massgebend für die Höhe der Prämie ist der Wohnort der versicherten Person. Die Prämien werden von den Versicherern so festgesetzt, dass sie den zu erwartenden regionalen Kostenbedarf für ihre Verpflichtungen gegenüber ihre Versicherten, Angestellten und den gesetzlichen Reservevorgaben nachkommen können. Mit anderen Worten: Die laufenden Ausgaben müssen durch die laufenden Einnahmen gedeckt werden, wobei der weitaus grösste Teil der Einnahmen aus den Prämieneinnahmen besteht. Monsieur Santé hat bereits in seinem Blogbeitrag «Steigende Prämien als Abbild der steigenden Kosten» ausführlich darüber berichtet. 

Je höher die Gesundheitskosten, desto höher die Prämien
Die kantonalen Prämien spiegeln die Kosten, die von den Versicherten in den Kantonen tatsächlich verursacht werden. Eine Analyse der Kostenentwicklung zeigt, dass ländliche Regionen tiefere Gesundheitskosten aufweisen als städtische Regionen. Ein Grund ist das kleinere Angebot an medizinischen Behandlungsmöglichkeiten. Bekanntlich steigt mit dem Angebot an Behandlungsmöglichkeiten auch die Behandlungsfrequenz. Damit steigen auch die Kosten und systembedingt auch die Prämien.  

Wer – wie in unserem eingangs erwähnten Beispiel  – vom Kanton Appenzell i.Rh. nach Basel zieht, muss somit damit rechnen, dass die Krankenversicherungsprämie spürbar höher ausfallen wird. Umgekehrt erwartet die versicherte Person bei einem Umzug von Basel in den Kanton Appenzell i.Rh. eine tiefere Prämienbelastung.

Durchschnittliche Krankenversicherungsprämien 2015

www.priminfo.ch
Auf dem Internet findest Du einen elektronischen Prämienvergleich (priminfo), mit dem Du die Prämien in der Grundversicherung mit den verschiedenen Franchisen-Stufen der Krankenkassen in Deiner Region vergleichen kannst. Auch die Prämien bei HMO-, Hausarzt- sowie weiteren Versicherungsmodellen sind darin ersichtlich. Falls Du weitere Informationen zum Thema Krankenversicherung und Tipps zum Prämiensparen benötigst, kannst Du Dich auch an die dort aufgeführte Hotline – siehe Rubrik «Prämienberatung» – wenden.

Monsieur Santé ist
Jean-Paul Brönnimann

Ich bin seit über 34 Jahren im sozialen Krankenversicherungsbereich tätig. Neben meinen Aufgaben als Experte im Fachbereich Leistungseinkauf bei tarifsuisse ag sowie als Vertreter von tarifsuisse ag in diversen paritätischen Kommissionen.
Man findet mich auch bei Facebook und Twitter.