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Jean-Paul Brönnimann Sportler und Sportlerinnen, worauf müsst ihr achten? – Teil 4: Fragen und Antworten

  Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu ist an Grümpelturnieren oder Plausch-Matches das Unfallrisiko 2- bis 3-mal grösser als beim organisierten Spielbetrieb in den Fussballklubs. Im letzten Beitrag der Serie «Sportler und Sportlerinnen, auf was müsst ihr achten?» beantwortet Monsieur Santé konkrete Fragen, die ihm zum Thema Sport und Versicherung unterbreitet worden sind. Sport ist gesund und macht in der Regel …

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Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu ist an Grümpelturnieren oder Plausch-Matches das Unfallrisiko 2- bis 3-mal grösser als beim organisierten Spielbetrieb in den Fussballklubs. Im letzten Beitrag der Serie «Sportler und Sportlerinnen, auf was müsst ihr achten?» beantwortet Monsieur Santé konkrete Fragen, die ihm zum Thema Sport und Versicherung unterbreitet worden sind.

Sport ist gesund und macht in der Regel auch Spass. Sport hat aber auch seine Schattenseiten. Gemäss UVG-Statistik verunfallen durchschnittlich 172’582 Personen pro Jahr bei Sport und Spiel. 26 % davon beim Fussballspiel und 20% beim Ski- oder Snowboardfahren auf Pisten im In- und Ausland. Von der UVG-Statistik nicht berücksichtigt, sind sämtliche KVG-unfallversicherten Personen (Quelle: SUVA-Statistik).

Sport und Spielunfälle_UVG-Statistik

Mein Kind betreibt einen Leistungssport, was muss ich beachten?

  • Kinder sind via obligatorischer Krankenpflegeversicherung (OKP) unfallversichert. Die Unfalldeckung, insbesondere im Zusatzversicherungsbereich, erfolgt aber nicht immer automatisch, sondern muss von den Eltern speziell beantragt werden. Insofern, ist unbedingt darauf zu achten, dass das Unfallrisiko in der OKP und – sofern vorhanden – in den Zusatzversicherungen mit eingeschlossen ist.
  • Alternativmedizin durch Naturärzte, Reflexzonenmassage, Osteopathie, allgemeine Abteilung sowie das Ein- oder Zweibettzimmer im Spital schweizweit sind einige Beispiele, die nicht von der obligatorischen Krankenpflege versichert sind. Für diese Leistungen braucht es eine entsprechende Zusatzversicherung.

Ist mein Kind ausreichend gegen die Risiken von Tod und Invalidität infolge Unfall und Krankheit versichert? Mit dieser Frage sollten sich Eltern auch auseinandersetzen.

Bis vor kurzem war ich bei meinen Eltern mitversichert, jetzt schliesse ich selber eine Versicherung ab. Was muss ich beachten?

  • Genügt mir die Grundversicherung oder brauche ich eine Zusatzversicherung (Krankenversicherung / Unfallversicherung), weil ich zusätzlichen Risiken ausgesetzt bin (beispielsweise als Gleitschirmfliegerin)?
  • Soll ich mich gegen die Risiken Tod und Invalidität infolge Unfall und Krankheit versichern?
  • Will ich den Arzt frei wählen können, oder entscheide ich mich beispielsweise für das Hausarztmodell (Prämienrabatt!).
  • Ich halte mich als Wettkampfsportlerin überall in der Schweiz oder im Ausland auf. Bin ich für einen allfälligen Spitalaufenthalt mit der Grundversicherung (allgemeine Abteilung Wohnkanton) genügend versichert oder wünsche ich eine weitergehende Deckung bzw. mehr Komfort? Antwort siehe Teil 1 der Serie «Sportler und Sportlerinnen, worauf müsst ihr achten?».

Hausarztmodell ja/nein?
Bei einem Hausarztmodell musst Du Dich – abgesehen von ein paar Ausnahmen wie augenärztliche oder gynäkologische Leistungen – bei Erkrankung immer zuerst an den gewählten Hausarzt wenden. Ansonsten kann deine Krankenkasse die Rückerstattung der Behandlungskosten in Frage stellen oder gar ablehnen. Anders bei einem Notfall. In einer Notfallsituation gilt diese Einschränkung nicht. Insofern ist das Hausarztmodell auch für Sportler und Sportlerinnen eine Option.

Welche Risiken müssen Sportler zusätzlich versichern?
Wenn Du Sport treibst, vielleicht sogar Extremsportler oder -sportlerin bist, dann solltest Du daran denken, dass Du möglichweise auch Dritten einen Schaden zufügen könnest. Eine Privathaftpflichtversicherung zur Finanzierung der Behandlungs- und Rehabilitationskosten und ein möglicher Erwerbsausfall der geschädigten Person(en) ist daher wärmstens zu empfehlen.

Welche Sportarten gelten als Risikosportarten?
Eine Liste der Risikosportarten findest Du hier.

Wo finde ich einen Sportarzt?
Auf der Webseite der FMH sowie auf der Webseite der Schweizerische Gesellschaft für Sportmedizin (SGSM) findest eine entsprechende Suchfunktion.

Teil 1 der Blogserie: Geographische Faktoren.
Teil 2 der Blogserie: Unfall und Krankheit.
Teil 3 der Blogserie: Versicherungsleistungen.

Monsieur Santé – Info-Schalter
Selbstverständlich gibt Dir Monsieur Santé jederzeit gerne Antwort auf weitere Fragen. Hier findest Du den Info-Schalter von Monsieur-Santé auf Facebook. Selbstverständlich kannst Du Dich auch direkt an Deinen Versicherer wenden.

Monsieur Santé ist
Jean-Paul Brönnimann

Ich bin seit über 34 Jahren im sozialen Krankenversicherungsbereich tätig. Neben meinen Aufgaben als Experte im Fachbereich Leistungseinkauf bei tarifsuisse ag sowie als Vertreter von tarifsuisse ag in diversen paritätischen Kommissionen.
Man findet mich auch bei Facebook und Twitter.