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Jean-Paul Brönnimann Wer bezahlt die Sterilisation beim Mann?

Unter «Vasektomie» ist die Sterilisation oder «Unterbindung» des Mannes zu verstehen. Diese Methode gilt als eine der sichersten Verhütungsmethoden und wird in der Regel in einer festen Partnerschaft durchgeführt, wenn die Familienplanung abgeschlossen oder wenn «Mann» nach einer Scheidung wieder Single ist. Im Gegensatz zur Sterilisation der Frau handelt es sich um einen einfachen, ambulanten Eingriff. Soweit so gut, doch wer …

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Vasectomy word cloud

Unter «Vasektomie» ist die Sterilisation oder «Unterbindung» des Mannes zu verstehen. Diese Methode gilt als eine der sichersten Verhütungsmethoden und wird in der Regel in einer festen Partnerschaft durchgeführt, wenn die Familienplanung abgeschlossen oder wenn «Mann» nach einer Scheidung wieder Single ist. Im Gegensatz zur Sterilisation der Frau handelt es sich um einen einfachen, ambulanten Eingriff. Soweit so gut, doch wer bezahlt die Kosten?

Bei der Vasektomie handelt es sich um einen ambulanten Eingriff, der unter lokaler Betäubung durchgeführt wird. Dabei werden die beiden Samenleiter unterbunden und durchtrennt. Nach ein paar Wochen nach dem Eingriff wird erstmals mittels Spermiogramm nach befruchtungsfähigen Spermien gesucht und damit die Zeugungsfähigkeit überprüft. Bis zur vollständigen Unfruchtbarkeit dauert es mehrere Monate.

Kostenübernahme durch die Krankenversicherer?
Die Kosten einer Vasektomie liegen in einer Bandbreite von ca. 600 bis 800 Franken. Zusätzlich werden die Kosten für die Durchführung des Spermiogramms dem Patienten in Rechnung gestellt. Da es sich – mit einer Ausnahme – nicht um eine kassenpflichtige Leistung handelt, muss der Patient für sämtliche Kosten selber aufkommen, falls er nicht über eine entsprechende Zusatzversicherung verfügt.

An dieser Stelle mein gewohnter Tipp: Bei Unsicherheiten in Bezug auf die Kostenübernahme immer vorher beim zuständigen Krankenversicherer anfragen!

Die Ausnahme zulasten der Grundversicherung
Die Vasektomie wird nur dann im Rahmen der Grundversicherung übernommen, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass eine Schwangerschaft bei der Frau zu einem voraussichtlich bleibenden krankhaften Zustand oder sogar zu einer Gefährdung des Lebens führen kann und die notwendige Sterilisation der Frau nicht möglich ist oder vom Ehepaar nicht gewünscht wird. In diesem Fall hat der Krankenversicherer der Frau für die Kosten der Sterilisation des Ehemannes aufzukommen (Anhang 1 Ziffer 3 KLV).

Monsieur Santé ist
Jean-Paul Brönnimann

Ich bin seit über 34 Jahren im sozialen Krankenversicherungsbereich tätig. Neben meinen Aufgaben als Experte im Fachbereich Leistungseinkauf bei tarifsuisse ag sowie als Vertreter von tarifsuisse ag in diversen paritätischen Kommissionen, betreue ich auch den elektronischen Auskunftsschalter von Monsieur Santé als Social Media Koordinator.

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