Monsieur Santé

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Gregor Patorski Vier Kostentreiber in der Krankenversicherung

Monat für Monat erhalten Herr und Frau Schweizer ihre Prämienrechnung von ihrem Krankenversicherer und stöhnen manchmal über deren Höhe. Damit verwechseln sie aber Ursache und Wirkung. Der Überbringer der Botschaft ist nicht der Verursacher. Monsieur Santé ruft in Erinnerung, dass Prämien immer ein Abbild der Kosten sind und präsentiert die vier kostentreibenden Faktorenbündel. Verantwortlich für …

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Monat für Monat erhalten Herr und Frau Schweizer ihre Prämienrechnung von ihrem Krankenversicherer und stöhnen manchmal über deren Höhe. Damit verwechseln sie aber Ursache und Wirkung. Der Überbringer der Botschaft ist nicht der Verursacher. Monsieur Santé ruft in Erinnerung, dass Prämien immer ein Abbild der Kosten sind und präsentiert die vier kostentreibenden Faktorenbündel.

Verantwortlich für das rasche Kostenwachstum in der Krankenversicherung von rund 5 Prozent jährlich ist der starke Anstieg der Ausgaben für medizinische Leistungen: Vor allem bei den Spitalbehandlungen, bei den Pflegeleistungen und bei den Medikamenten. Dieser Anstieg ist auf verschiedene Arten von Faktoren zurückzuführen:

  • Faktoren, die nicht beeinflussbar sind und die man auch gar nicht beeinflussen will. Dazu gehören die Fortschritt in der Medizin, der Medizinaltechnik und der Pharmakologie oder die demografische Entwicklung.
  • Faktoren, die nur langfristig beeinflussbar sind, wie das Gesundheitsverhalten der Bevölkerung.
  • Faktoren, die nur teilweise beeinflussbar sind, wie die wachsenden Ansprüche an die Medizin und an das Gesundheitswesen. Die Ansprüche steigen mit den neuen Möglichkeiten der Medizin und vor allem mit dem Marketing, das diese bekannt macht, sowie mit der Dichte des Angebots.
  • Faktoren, die durch entsprechende Massnahmen durchaus beeinflussbar sind. Dazu zählen überhöhte Preise und Tarife, das Überangebot an Spitälern und Spitalbetten, die grosse Dichte an Spezialärzten in Agglomerationen und/oder die Überversorgung an medizinisch-technischen Geräten. Verändern kann man schliesslich die falschen wirtschaftlichen Anreize, die zu unnötigen Leistungen führen.

Den Löwenanteil der Gesamtkosten – welche am Ende die Prämienhöhe bestimmen – teilen sich Spitäler, Ärzte, Medikamente und Pflege untereinander auf.

Monsieur Santé ist
Gregor Patorski

Ich arbeite als Denktanker & Wortwirker bei santésuisse im Bereich Web 1.0 & Web 2.0. 

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