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Dr. Stefan Holenstein Einheitskasse bringt Kostenexplosion von allem Anfang an

Nur schon der Wechsel vom heutigen freiheitlichen System auf ein – wie auch immer geartetes – System mit einer Einheitskasse lässt die Kosten zusätzlich explodieren. Das Heilsversprechen der Einheitskasse entpuppt sich sodann als Fass ohne Boden. Die Wechselkosten gehen in Milliardenhöhe. Wenig überraschend lehnt der Branchenverband santésuisse die am 23. Mai 2012 eingereichte Volksinitiative für …

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Nur schon der Wechsel vom heutigen freiheitlichen System auf ein – wie auch immer geartetes – System mit einer Einheitskasse lässt die Kosten zusätzlich explodieren. Das Heilsversprechen der Einheitskasse entpuppt sich sodann als Fass ohne Boden. Die Wechselkosten gehen in Milliardenhöhe.

Wenig überraschend lehnt der Branchenverband santésuisse die am 23. Mai 2012 eingereichte Volksinitiative für eine „öffentliche Krankenkasse“ rundum ab. Die Gründe hierfür sind so zahlreich und dermassen nachvollziehbar, dass einem mit Blick auf die künftige Kostenentwicklung angst und bange wird. Dabei vergisst man gerne, dass es nur schon mit Einführung der Einheitskasse gleich „from the beginning“ extrem und unabsehbar teuer wird. Denn, Hand aufs Herz: Haben Sie daran gedacht, dass jeder Systemwechsel von „alt zu neu“, wo auch immer er stattfinden mag, primär einmal Umstellungskosten ungeahnten Ausmasses und von meist nicht genau bezifferbarer Höhe generiert?

Eben – und das macht dies Sache ja nur noch gefährlicher. Pandoras Büchse lässt grüssen! Die von der Zürcher Fachhochschule für angewandte Wissenschaften im Auftrag der Ostschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK Ost) erarbeitete Studie vom März 2011 zeigt allerdings sehr schön auf, dass nur schon die Kosten für einen solchen Systemwechsel massiv unterschätzt werden. Überlegen Sie sich doch: Die Scheinlösung Einheitskasse führt zu einem erzwungenen Kassenwechsel für rund 7.9 Mio. Versicherte und generiert Aufbau- sowie Umstellungskosten für eine neue gigantische Infrastruktur. Nicht einmal ein Fehlkonstrukt, wie es die Einheitskasse darstellt, ist einfach so zum Nulltarif zu haben. Unsere Schätzungen, bis dieser Moloch einmal installiert sein wird, gehen vielmehr – und dies vorsichtig ausgedrückt – in die Hunderte von Millionen von Franken. Mich würde natürlich interessieren, ob es hierzu bereits konkretere Berechnungen oder spezifische Berechnungsmodelle gibt. Ich bin entsprechend gespannt auf Ihre Kommentare oder Hinweise.

Unsere Argumente gegen die Einheitskasse finden sich auch im aktuellen Brennpunkt Gesundheitspolitik:

Monsieur Santé ist
Dr. Stefan Holenstein

Seit über 3 Jahren vertrete ich santésuisse engagiert nach Innen und Aussen. 8 Monate als Direktor a. i.

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