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Jean-Paul Brönnimann Gesundheits-Checks: Sinn oder Unsinn? – 2. Teil

Das Gesundheitsbewusstsein ist mitunter ein wichtiger Faktor, der über die Bereitschaft, sich einem Gesundheit-Checks zu unterziehen oder nicht, entscheidet. Oder spielt womöglich das Alter auch eine entscheidende Rolle? Diese und weitere Fragen sind Gegenstand dieses zweiten Blog-Beitrages über den Check-up bzw. den Gesundheits-Check. Sinnvolle präventive Untersuchungen bei Menschen, die nicht an Symptomen einer Krankheit leiden, sind heutzutage allgemein …

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Das Gesundheitsbewusstsein ist mitunter ein wichtiger Faktor, der über die Bereitschaft, sich einem Gesundheit-Checks zu unterziehen oder nicht, entscheidet. Oder spielt womöglich das Alter auch eine entscheidende Rolle? Diese und weitere Fragen sind Gegenstand dieses zweiten Blog-Beitrages über den Check-up bzw. den Gesundheits-Check.

Sinnvolle präventive Untersuchungen bei Menschen, die nicht an Symptomen einer Krankheit leiden, sind heutzutage allgemein üblich. Wie im 1. Teil  jedoch beschrieben, sind sie nicht in jedem Fall auch sinnvoll. Sie können in einzelnen Fällen sogar Schaden anrichten. Es gibt sie aber auch, die sinnvollen Checks bzw. präventiven Untersuchungen!

Wann ist man zu jung und wann zu alt für Gesundheits-Checks?
Auf diese Frage gibt es keine generelle Antwort. Jedoch gilt es die Empfehlungen der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) zu beachten, welche das Alter und das Geschlecht einschränken. Darunter fallen die Screening-Untersuchungen beim Neugeborenen, der Krebsabstrich, das Mammografie-Screening und die Dickdarmprävention.

Gibt es eine Hit-Liste der Gesundheits-Checks?
«Eine Hit-Liste zu erstellen macht keinen Sinn. Zu den sinnvollen Checks im Sinne von Untersuchungen gehören beispielsweise der Krebsabstrich bei jungen Frauen. Qualitativ gut gemacht ist dieser sicher sehr erfolgreich. Er steht nun in einer gewissen Konkurrenz zur Impfung. Die Koloskopie zur Erkennung eines Dickdarmkrebs ab dem 51. Lebensjahr ist wahrscheinlich auch sehr erfolgreich und auch zweckmässig. Die rechtzeitige Behandlung von erhöhtem Blutdruck ist sicher sinnvoll, nur wird dies kaum als präventive Massnahme angesehen, obwohl ein erhöhter Blutdruck selbst keine Symptome macht. Auch ein erhöhter Blutzucker kann lange Zeit gar keine Symptome machen und unbemerkt bleiben. Rechtzeitige Verhaltensänderungen bei diesen Befunden – bevor man mit medikamentöser Therapie beginnt – sind überaus zweckmässig und sinnvoll.» (Zitate Dr. med. Reto Guetg, Vertrauensarzt santésuisse).

Welche Gesundheits-Checks vergüten die Krankenversicherer?
Siehe Teil 1 über das Thema «Gesundheits-Checks». Die von den Krankenversicherern zu vergütenden Gesundheits-Checks sind in der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) aufgeführt. Alle anderen Checks sind von den versicherten Personen selbst zu bezahlen oder werden im Rahmen einer bestehenden Zusatzversicherung teilweise oder ganz vergütet. Im Zusatzversicherungsbereich hängt dies von den jeweiligen individuellen Versicherungsverträgen ab, die von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich ausgestaltet sind.

Bestimmen Geschlecht, Alter oder der soziale Status die Bereitschaft, sich einem Gesundheits-Check zu unterziehen?
Informationen bzw. genaue Daten fehlen, um diese Frage abschliessend zu beantworten. Allgemein bekannt ist, dass sich Frauen in der Regel gesundheitsbewusster verhalten, als Männer. Der Grund liegt wohl darin, dass sich Frauen bereits in jungen Jahren – mehr als junge Männer – regelmässig mit der Gesundheitsversorgung auseinandersetzen müssen (Krebsabstriche, Schwangerschaften oder Schwangerschaftsverhütung, Arztbesuch beim Kinderarzt usw.). Bekannt ist, dass das soziale Gefälle und der Bildungsgrad auch eine wichtige Rolle spielen.

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