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Jean-Paul Brönnimann Habe ich Anspruch auf Prämienverbilligung?

Personen, die der schweizerischen Krankenversicherungspflicht unterstellt sind und in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen leben, haben gemäss Gesetz ein Anrecht auf Prämienverbilligung. Wie muss ich vorgehen, um in den Genuss der Prämienverbilligung zu kommen? An wen muss ich mich wenden? Gibt es allenfalls Fristen zu beachten? Gemäss Statistik des Bundesamtes für Gesundheit bezogen in der Schweiz im …

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Personen, die der schweizerischen Krankenversicherungspflicht unterstellt sind und in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen leben, haben gemäss Gesetz ein Anrecht auf Prämienverbilligung. Wie muss ich vorgehen, um in den Genuss der Prämienverbilligung zu kommen? An wen muss ich mich wenden? Gibt es allenfalls Fristen zu beachten?

Gemäss Statistik des Bundesamtes für Gesundheit bezogen in der Schweiz im Jahre 2010 rund 2.3 Millionen Personen Prämienverbilligungen. Dies entsprach knapp 30% des durchschnittlichen Versichertenbestandes. Mit anderen Worten: 1/3 der in der Schweiz obligatorisch versicherten Personen haben aufgrund ihrer persönlichen Einkommens-, Vermögens- und Familienverhältnisse von Ihrem Anrecht auf Prämienverbilligung Gebrauch gemacht.

Solidarität durch Prämienverbilligung
Die Krankenversicherer erheben – ohne Berücksichtigung auf die finanzielle Leistungsfähigkeit – für alle Versicherten die gleichen Prämien. Das aktuell gültige Bundesgesetz über die Krankenversicherung ermöglicht lediglich gewisse kantonale oder regionale Abstufungen aufgrund von Kostenunterschieden und es schreibt tiefere Prämien für Kinder und junge Erwachsene vor. Um die Prämienbelastung sozial auszugleichen, schreibt das Gesetz vor, dass die Kantone den Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen Prämienverbilligungen zu gewähren haben. Für Familien mit unteren und mittleren Einkommen müssen die Kantone zudem die Prämien von Kindern und jungen Erwachsenen in Ausbildung um mindestens 50% verbilligen.

In der Verordnung über die Prämienverbilligung regelt der Bundesrat die Höhe des Bundesbeitrages zur Verbilligung der Prämien sowie die Bedingungen für die Kantone. Die Kantone sind zuständig für die Durchführung der individuellen Prämienverbilligung. Statt die Prämienverbilligungsbeiträge an die anspruchsberechtigten Versicherten zu überweisen, müssen alle Krankenversicherer diese Gelder ab 1. Januar 2014 direkt an die zuständigen Krankenversicherer auszahlen.

Nützliche Tipps:

  • Ein Faktenblatt des Bundesamtes für Gesundheit gibt etwas detaillierter Auskunft über die Grundsätze der Prämienverbilligung sowie über die Leistungen von Bund und Kantonen. Du findest es hier, unter dem Titel «II. Faktenblätter».
  • Falls Du Fragen hast in Bezug auf den Kreis der anspruchsberechtigten Personen, die Höhe der Prämienverbilligungsbeiträge, die Antragstellung und eventuellen Fristen für die Einreichung des Antrags usw. zögere nicht, Dich an die zuständige Behörde zu wenden. Eine Aufstellung der kantonalen Stellen findest Du, wenn Du auf den gleichen Pfad klickst wie oben, unter dem Titel «III. Weitere Informationen».
  • Hast Du noch Fragen, allgemeiner oder spezifischer Natur zu diesem oder einem anderen Thema der sozialen Krankenversicherung, so beantworte ich sie gerne hier, im Monsieur Santé-Infoschalter auf Facebook.
Monsieur Santé ist
Jean-Paul Brönnimann

Ich bin seit über 30 Jahren im sozialen Krankenversicherungsbereich tätig.  Neben meinen Aufgaben als Projektleiter im Bereich der ambulanten Versorgung bei tarifsuisse ag sowie als santésuisse-Vertreter in diversen paritätischen Kommissionen, betreue ich auch den elektronischen Auskunftsschalter von Monsieur Santé als Social Media Koordinator.

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